Blue Ravens zu Gast in Erding
Blue Ravens kämpften tapfer in Erding Zur Bildergalerie
Mit einem zwar standesgemäßen, aber dennoch achtbaren 2:12 schlug sich das Team der Blue Ravens beim Gastauftritt gegen den FC Langengeisling in der Erdinger Eissporthalle. Die Ravens brachten es im letzten Auswärtsspiel der Saison leider nur auf 2 komplette Reihen, mehrere Ravens-Cracks mussten aufgrund anderer Termine oder Verletzungen passen. Dennoch fuhr das Ravens Team selbstbewusst nach Erding, wo man zwar auf einen weitgehend unbekannten Gegner traf, dessen Ergebnis der letzten Wochen allerdings aufhorchen ließen. So gewannen die Hurricans unter anderem gegen die Polizei München, dem bis dahin amtierenden deutschen Polizeimeister.
Die Strapazen der über zwei stündigen Anfahrt ließen sich nach einem gut gekühlten Erdinger-Iso-Hefe-Getränk in der Kabine schnell vergessen, entsprechend selbstbewusst gingen die Ravens auch ins Spiel und nach knapp 5 Minuten auch prompt in Führung- Gast-Spieler Sebastian Schempp fackelte nicht lange und überwand den Hurricans Keeper zur Führung. Im weiteren Spielverlauf zeigte sich aber schnell, dass die Hurricans nicht nur 3 aktive Spieler in ihren Reihen hatten, sondern auch sehr gut eingespielt waren. So dauerte es nicht allzu lange, ehe die Gastgeber das Ergebnis auf 3:1 drehen konnten. Die Ravens kamen aber durchaus zu guten Torgelegenheiten, die wohl größte Chance vergab die 1.Ravens Sturmreihe, als nach schönem Pass von Daniel Rabsch der mitgelaufene Frank Enderle leicht in Rücklage geriet und verpasste. So ging es nach 45 Minuten beim Stande von 6:1 in die Pause.
In der zweiten Hälfte des Spieles änderte sich das Bild nur unwesentlich. Die Hurricans bestimmten klar das Spiel und ließen den Puck laufen, die Ravens wehrten sich allerdings tapfer und kämpften um jeden Puck. Kurz nachdem Daniel Rabsch nach versuchtem Bauerntrick von Frank Enderle den Puck nur gegen die Schoner des gegnerischen Goalies schlenzte, hatte Armin Ruetz mehr Glück und verkürzte auf 2:8. In der Schlussphase wehrten sich die Ravens lange gegen die drohende zweistellige Niederlage, doch durch äußerst unglückliche Aktionen vor dem eigenen Tor (z.B. hatte 2 Minuten lang niemand bemerkt, dass man Goalie Ralf´s Schläger zerschossen hatte und dieser vergeblich auf Ersatz wartete) stellten die Hurricans den letztlich standesgemäßen 2:12 Endstand in einem fair geführten Spiel fest. Bester Ravens an diesem Abend war trotz der 12 Gegentore unbestritten Torhüter Ralf Enderle, der mit mehreren sensationellen Paraden, Fanhandsaves sowie sicherem Spiel auf der Linie die Ravens vor einer höheren Niederlage bewahrte und die Hurricans-Stürmer oftmals zur Verzweiflung brachte.
Nach dem Spiel ging es zunächst zurück zum gastgebenden Fliegerhorst Erding, vielen Dank hierfür nochmals unserem früheren Spieler Tobi Drauschke, der dies nicht nur möglich machte, sondern auch perfekt in Manier eines Hotelmanagers organisierte.
Danach ging es dann in das tiefe Kellergewölbe des ledendären „Weinswirts“ in Erding. Zünftiges Essen und Weißbier stärkte die Ravens recht schnell, lediglich Team-Manager Robert Rundel war aus kulinarischer Sicht nicht zufrieden und suchte das Fleisch seines Grilltellers rund 20 Minuten lang unter einer Brokkoli-Rose. Zunächst schien es so, also wolle man gegen 1 Uhr die Lokalität wechseln, doch das tat man dann glücklicherweise nicht. Denn tolle Stimmung und Musik sorgte bis in die sehr frühen Morgenstunden für Bauchweh und Beanspruchung der Lachmuskeln bis zur Schmerzgrenze. Ob beim Nageln an der unteren Bar (natürlich mit einem Nagel, Hammer und einem großen Baustumpf) oder der Beobachtung der Tanzfläche, der Abend war mehr als unterhaltsam. Die ganze Sache im Weinwirt stand unter dem Motto: „Hóla Chica“, wer wissen will warum sollte nächstes Jahr mit nach Erding gehen. Für alle, die des Spanischen nicht mächtig sind: "Wir sind zwar nicht die besten, aber die lustigsten."
Was danach in der Kellerbar des Kasernengebäudes noch lief,, kann getrost als „froher Ausklang“ bezeichnet werden. Während die einen noch am Kicker die Spieler rotieren ließen, philosophierten die anderen über die Personalpolitik des EV Ravensburg. Die eine Hälfte des Teams trat nach dem Frühstück (sofern dazu bereit) die Heimreise an, die andere Hälfte begab sich nach einem ordentlichen Leberkäs-Brunch in der Erdinger Fußgängerzone nach Rosenheim, wo man dann ein paar Stunden später einen 4:1 Auswärtserfolg des EV Ravensburg feiern konnte.
Alles in allem war diese Auswärtsfahrt sicherlich ein Höhepunkt der Saison und es bleibt die Hoffnung, dass die Hurricans auch in der neuen Saison wieder einen Spieltermin für die Ravens freihalten werden.
Frank Enderle


