Zwischen Training und Spiel

Die Hobbymannschaft der zwei Eisheiligen Daniel und mir (Markus), den Blue Ravens war von letzten Freitag bis Sonntag beim "Fun meets Profession"-Trainingslager in Bad Tölz. Als Trainer waren nicht weniger die Eishockeylegende und jetzige Co-Trainer des EHC München Peppi Heiss und der DDR-Rekordnationalspieler Peter Slapke zuständig. Es war uns Eishockeycracks also eine Ehre unter diesen zwei Herren dienen zu dürfen. Zwar machten wir uns vor dem Trainingslager Sorgen, dass unser Leistungsniveau derart schlecht wäre, dass die zwei Trainer den Kopf über den Händen zusammenschlagen würden, dem war aber gar nicht so.

Bereits bei den ersten Trainingseinheiten war ersichtlich, dass das oberschwäbische Eishockey doch nicht so schlecht wie sein Ruf ist. Mit lockeren Übungseinheiten wurden die ersten zwei Stunden Eiszeit bewältigt. Dass die 15 Jungs und zwei Mädels unserer Blue Ravens nicht nur auf dem Eis glänzen können, wurde im Anschluss bestätigt. Zum einen wollte ein Teil des Teams in das nicht allzuweit entfernte Alpamare, um den aufkeimenden Muskelkater entgegenzuwirken, die Eisheiligen mit großem Anhang blieben dem Tölzer Eishockeytempel treu und schauten sich schönes?, taktisch kluges? und billiges? Oberligaeishockey an. Tölz gegen Klostersee, Letzter gegen Vorletzter, welch ein Kracher! Das Spiel plätscherte so dahin. Tölz gewann 8:1, viel wichtiger war aber das lecker Weißbier, das in großen Mengen genossen wurde, auch nach dem Spiel wurde zwischen Weißbier noch der ein oder andere Hirschkuss (Schnaps) verdrückt. Schweren Herzens war der Aufbruch nicht zu stoppen. In unserer Tannenberg-Pension angekommen, die übrigens den Charme einer Herberge aus den 60 er Jahren hatte, war schon die Plantsch.- und Spaßtruppe aus dem Alpamare zurück. Diese hatte sich, federführend war der Captain, mit hochprozentigem eingedeckt. Dies konnten unsere weißbiergeschwängerten Backen nicht mit ansehen und fielen alsbald ins Bett.

Tags darauf, standen 2x2 Stunden Eiszeit auf dem Programm. War das ganze vorab als Spaß zu sehen, wurde uns allen ziemlich schnell klar, dass dies ein Mördertag werden sollte, der unterbrochen von einer Theoriestunde, sonst nur auf die Muskeln und Knochen ging. Trotzdem machte speziell der Nachmittag einen Heidenspaß, wo wettkampfmäßig die beste Truppe gesucht wurde. Der Sieger, die schwarze Gruppe, war nicht nur gewichtsmäßig die stärkste, nein auch läuferisch und kampflustig waren sie fast nur von der weißen Gruppe zu toppen, (bei der der Autor dieses Textes sein Bestes gab). Trotz der Erkenntnis, dass so wenig Muskeln so schmerzen können, wurde die Nacht zum Tag gemacht. Zuerst im Ratskeller, bei dem wir schwäbischen Heujodler, natürlich auch noch ein schwäbisches Filetstöpfchen essen mussten (Frei nach dem Motto:"Was dr´Bauer it kennt, frisst er it")

Danach ging es mit dem Großraumtaxi ins "Treibhaus" (was nicht unanständig ist, zumindest bis ca. 02.30 Uhr) hier zeigte sich einmal mehr die Geschlossenheit der Mannschaft. "Keiner trinkt alleine" war das Motto. Dieses Motto wurde so lange verfolgt bis keiner mehr alleine aufs Klo konnte......

Sonntags nochmals das große Aufbäumen, die letzten zwei Stunden, Schlagschüsse, Spiele, Rennen, Paaaaasen, und den Deckel zu machen nicht vergessen.

Nach dem Mittagsmahl ging es zurück in die Heimat. Alles in allem sollten die Blue Ravens jetzt sehr gut eingestellt sein. Durch die lustige und harmonische Art und Weise rückte das Team nochmals enger zusammen. Jetzt gilt es das gelernte in Wangen umzusetzen.